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Geschichte des Crowdlending in der Schweiz

Acht Jahre lang gab es genau eine Plattform. Dann kamen die anderen. Wie aus einem Einzelfall ein Markt wurde — und wie die Regulierung lernte, damit umzugehen.

Kurz gesagt

  • Cashare wurde am 22. Januar 2008 im Handelsregister Zug eingetragen und war acht Jahre lang die einzige Crowdlending-Plattform der Schweiz.
  • Ab 2016 traten weitere Anbieter in den Markt ein, darunter Lendico Schweiz (später LEND, mit PostFinance-Beteiligung), swisspeers und neocredit.ch (Vaudoise).
  • Crowdlending-Plattformen erhielten beim Covid-19-Bürgschaftsprogramm vom März 2020 keinen Zugang — ein strukturelles Thema, das seither unverändert geblieben ist.
  • Nach dem Rekordjahr 2021 (CHF 791,8 Mio. gesamtschweizerisches Crowdfunding-Volumen) folgte ein zweijähriger Einbruch; 2025 lag das Crowdlending-Volumen laut HSLU bei CHF 480 Mio.
  1. 2005–2006

    Internationale Vorbilder

    Zopa (März 2005) und Prosper (Februar 2006) starten Crowdlending in Grossbritannien und den USA; die Idee schwappt in der Folge nach Europa.

  2. 2008

    Cashare gegründet

    Am 22. Januar 2008 wird Cashare ins Handelsregister des Kantons Zug eingetragen — die erste Crowdlending-Plattform der Schweiz, gestartet mit Privatkrediten.

  3. 2015

    Zweiter Produktschritt

    Cashare öffnet als erste Schweizer Plattform das Crowdlending auch für Kredite an Unternehmen und KMU.

  4. 2016

    Der Markt öffnet sich

    Weitere Plattformen treten in den Schweizer Markt ein; PostFinance steigt über Lendico Schweiz ins Crowdlending ein.

  5. 2017

    Vernehmlassung zur Regulierung

    Cashare reicht am 8. Mai 2017 beim SIF eine Stellungnahme zur geplanten Fintech-Regulierung ein, adressiert an Bundesrat Ueli Maurer.

  6. 2019

    Fintech-Roundtable des EFD

    Am 23. Oktober 2019 nimmt Cashare-Gründer Michael Borter am 4. Fintech-Roundtable in Bern teil und bringt den fehlenden Zugang zu Bürgschaftsgenossenschaften ein.

  7. 2020

    Covid-Bürgschaftskredite ohne Crowdlending

    Ab dem 26. März 2020 verbürgen Bund, 123 Banken und PostFinance rund CHF 15 Mrd. an Notkrediten — Crowdlending-Plattformen bleiben aussen vor.

  8. 2021

    Rekordjahr

    Das gesamtschweizerische Crowdfunding-Volumen erreicht mit CHF 791,8 Mio. seinen bisherigen Höchststand.

  9. 2022–2023

    Einbruch

    Steigende Zinsen machen konkurrierende Anlagen attraktiver; das Crowdlending-Volumen sinkt zwei Jahre in Folge deutlich.

  10. 2025

    Erholung

    Das Crowdlending-Volumen steigt laut HSLU Crowdfunding Monitor auf CHF 480 Mio. (+18 % gegenüber Vorjahr).

Der internationale Anfang

Crowdlending entstand nicht in der Schweiz. Im März 2005 startete in Grossbritannien Zopa als weltweit erste Peer-to-Peer-Kreditplattform, im Februar 2006 folgte in den USAProsper, kurz darauf LendingClub. Die Idee war überall dieselbe: Kreditsuchende und Geldgeber direkt zusammenbringen und die Bank als Zwischenstufe weglassen.

2008 bis 2016: die Pionierzeit

In der Schweiz begann die Entwicklung Ende 2006. Bis zum Start vergingen mehr als ein Jahr — nicht wegen der Technik, sondern wegen der Rechtslage. Für ein Modell, das es hierzulande noch nicht gab, existierte keine passende gesetzliche Grundlage. Es brauchte umfangreiche Abklärungen mit den Behörden, um überhaupt zu bestimmen, unter welchen Bedingungen eine solche Plattform betrieben werden darf.

Am 22. Januar 2008 wurdeCashare ins Handelsregister des Kantons Zug eingetragen — die erste Crowdlending-Plattform der Schweiz. Der Zweck stand bereits in den Gründungsstatuten vom 10. Januar 2008: «Erbringen von Software- und Internetdienstleistungen, insbesondere im Betrieb einer Internetplattform zur Kreditvermittlung». Das Unternehmen wurde also nicht später auf dieses Modell umgestellt, sondern dafür gegründet.

Gestartet wurde mit Privatkrediten. Radio DRS 1 berichtete im April 2008 über die Lancierung: «Erste P2P-Kreditplattform der Schweiz lanciert» (Audio). «Le Temps» schrieb über eine Website, die auf Kredite zwischen Privatpersonen setzt.

Der Zeitpunkt war bemerkenswert: Kurz nach dem Start brach die internationale Finanzkrise aus — in der Schweiz musste mit der UBS die grösste Bank des Landes vom Staat gestützt werden. Was nach denkbar schlechtem Timing aussieht, erwies sich als Gegenteil: Das Vertrauen in Banken war beschädigt, und eine Alternative bekam Gehör.

2015 folgte der zweite Produktschritt: Als erste Schweizer Plattform öffnete Cashare das Crowdlending für Kredite an Unternehmen und KMU. Damit war das Modell nicht mehr nur eine Alternative zum Konsumkredit, sondern auch zur Betriebsfinanzierung — und schloss einen Bereich, in dem Banken bei kleineren Beträgen oft zurückhaltend sind.

Danach folgten Jahre, in denen die Berichterstattung sporadisch blieb und der Grundton skeptisch: «Kredite ganz ohne Bank» (Tages-Anzeiger, 2009), «Das Internet – die neue Bank» (NZZ, 2012). Es ist die Phase, in der ein Modell existiert, aber niemand weiss, ob daraus etwas wird. Ab dem fünfjährigen Bestehen von Cashare wechselte die Presse den Ton: von «Neue Konkurrenz für Banken» (NZZ, 2014) zu «Von der Nische zur Masse» (Handelszeitung, 2014) war nun die Rede.

Ab 2013 begann das Institut für Finanzdienstleistungen Zug der Hochschule Luzern, die Entwicklung systematisch zu erfassen; 2014 erschien die erste Studie zum Schweizer Crowdfunding-Markt — unter tatkräftiger Mitwirkung der damaligen Crowdlending-, Crowdfunding- und Crowdinvesting-Plattformen. Solche Erhebungen beruhen auf Freiwilligkeit — eine Meldepflicht gibt es nicht. Cashare stellte über viele Jahre Zahlen zur Verfügung und trug damit dazu bei, dass der Markt überhaupt messbar wurde. In der Aufbauphase war das keine Selbstverständlichkeit: Wer als einziger Anbieter offenlegt, macht sich transparenter als alle anderen.

2016 bis 2020: der Markt etabliert sich

Ab 2016 traten erste weitere ernsthafte Plattformen in den Schweizer Markt ein. Aus einem Einzelfall wurde eine Branche — mit Wettbewerb und unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Berichterstattung richtete sich nun stärker auf den Markt und seine Anbieter: «Welche Crowdlending-Anbieter prägen den Schweizer Markt?» (NZZ, 2016).

Die Einordnung als Wendepunkt kam von aussen. Die «Finanz und Wirtschaft» führte den Start von Cashare in ihrer Übersicht«Fintech – (R)evolution der Schweizer Finanzindustrie» von 2016 als eines der frühen Beispiele kundenorientierter Digitalisierung auf — in einer Reihe mit der PostFinance-App und der Blockchain-Plattform Ethereum, eingebettet in eine Zeitleiste, die bis zum ersten Bankcomputer zurückreicht.

Es ist die Phase, in der sich Crowdlending als Finanzierungsform etabliert — auch, weil Banken mitzumachen begannen statt nur zuzusehen. PostFinance stieg über Lendico Schweiz ins Crowdlending ein und wurde später deren Eigentümerin; 2019 übernahm LEND die Plattform, PostFinance beteiligte sich im Gegenzug an LEND. Kantonalbanken gingen eigene Wege: Die Basellandschaftliche Kantonalbank betrieb eine eigene Plattform und beteiligte sich später an swisspeers. Gleichzeitig entdeckten institutionelle Anleger Privatkredite als Anlageklasse, und die Volumen wuchsen deutlich.

Auch Versicherungen stiegen ein. Die Vaudoise lancierte Ende 2019 gemeinsam mit dem französischen Anbieter Credit.fr die Plattformneocredit.ch für KMU-Kredite, investierte insgesamt CHF 10 Mio. und übernahm später die Anteile des Partners vollständig. Der Versuch endete: Wegen ausbleibender Nachfrage nahm die Vaudoise das Angebot wieder vom Markt — die Gesellschaft wird heute als Run-off geführt.

Dieses Muster prägt die Phase insgesamt. Wer in den Markt eintrat, tat es mit erheblichen Mitteln — und nicht jeder Versuch hielt. Von den Plattformen jener Jahre sind mehrere wieder verschwunden; ein Überblick über die heute aktiven Anbieter und die dokumentierten Marktaustritte steht in derPlattform-Übersicht.

2017 bis 2019: die Frage nach den Regeln

Mit dem Wachstum kam die regulatorische Auseinandersetzung. Der Kern des Problems: Wer über eine Plattform einen Kredit von mehr als 20 Geldgebern aufnahm, galt nach damaliger Auslegung des Einlagebegriffs als Bank. Für ein Modell, dessen ganzer Sinn darin besteht, eine Finanzierung auf viele Schultern zu verteilen, war das existenziell einschränkend.

Stellungnahme zur Vernehmlassung, 8. Mai 2017

Cashare reichte am 8. Mai 2017 beim Staatssekretariat für internationale Finanzfragen eine Stellungnahme zur geplanten Fintech-Regulierung ein — adressiert an Bundesrat Ueli Maurer. Sie kritisierte die 20-Geldgeber-Regel und die vorgesehene Schwelle von CHF 1 Mio. als sachfremd und legte dar, dass ein Darlehen nach Art. 312 ff. OR rechtlich etwas anderes ist als eine Bankeinlage nach Art. 5 BankV — unter anderem, weil Darlehen im Konkursfall in der dritten Gläubigerklasse rangieren, privilegierte Publikumseinlagen dagegen in der zweiten.

Die Eingabe blieb nicht bei der Kritik: Sie enthielt konkrete Formulierungsvorschläge zur Bankenverordnung, forderte eine Meldepflicht bei der FINMA für den bewilligungsfreien Innovationsraum — ausdrücklich auch, um unseriöse Anbieter abzuschrecken — und verlangte geregelte Übergangsfristen beim Wechsel zwischen Bewilligungskategorien.

Die erste Fintech-Regulierung verfehlte die Ziele der jungen Branche grösstenteils. Einzelne Punkte wie die sogenannte Sandbox wurden eingeführt, andere wichtige nicht — insbesondere fiel die 20-Geldgeber-Regel bei Konsumkrediten nicht. Die öffentliche Debatte verlief entsprechend deutlich: «Halbherzige neue Fintech-Regeln» (startupticker.ch, 2017), «Verfrühter Jubel über die neue Fintech-Regulierung» (fintechnews.ch, 2017), «Der Bund vermurkst die Schweizer Fintech-Regulierung» (NZZ, 2018). Das ist Kritik aus der Anwendung, keine Zustimmung um jeden Preis.

2019 kam die überarbeitete Fintech-Bewilligung — «Gesetzesänderung hilft dem Crowdlending-Geschäft», wie «cash» damals schrieb.

Der Austausch mit den Behörden blieb bestehen. Am 4. Fintech-Roundtable des Eidgenössischen Finanzdepartements vom 23. Oktober 2019 im Bernerhof in Bern nahm Cashare-Gründer Michael Borter als einer der wenigen eingeladenen Fintech-Vertreter teil. Am Tisch sassen Bundespräsident Ueli Maurer, FINMA-Direktor Mark Branson und Staatssekretärin Daniela Stoffel; auf der Traktandenliste stand die Frage, wie die bisherigen regulatorischen Massnahmen wirken und wie die Rahmenbedingungen für den Fintech-Standort Schweiz weiter verbessert werden können. Cashare hielt denRückblick auf den Roundtable in einem Blogbeitrag fest.

Zwei Anliegen brachte Michael Borter dort ein. Erstens sollte der BundOpen Banking fördern: Die Banken bewegten sich in dieser Frage nur langsam und bremsten damit die Innovation. In der EU war die Ausgangslage eine andere — die Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 war im Januar 2018 in Kraft getreten, stärkte den Verbraucherschutz und öffnete Drittanbietern den Zugang zu Zahlungskonten.

Zweitens ging es um den Zugang alternativer Kreditanbieter zu den Bürgschaftsgenossenschaften. Wie bedeutsam dieser Punkt war, zeigte sich nur wenige Monate später.

2020: Covid — und eine verpasste Gelegenheit

Fünf Monate nach dem Fintech-Roundtable kam die Pandemie. Der Bund legte innert Tagen ein Programm verbürgter Notkredite auf: Ab dem 26. März 2020 konnten KMU über ihre Hausbank oder PostFinance unbürokratisch Liquidität beziehen, abgesichert durch vier anerkannte Bürgschaftsorganisationen. Bis Mitte Juni 2020 wurden rund 128'000 Kredite über etwa CHF 15 Mrd. verbürgt. Bemerkenswert dabei: PostFinance durfte bis dahin von Gesetzes wegen keine Kredite vergeben.

Abgewickelt wurde das Programm über 123 Banken und PostFinance —Crowdlending-Plattformen kamen darin nicht vor. Das war keine Frage der technischen Leistungsfähigkeit: Digitale Kreditvergabeprozesse waren genau die Stärke, die in einer Lage gefragt war, in der es auf Tempo und Skalierung ankam.

Der Grund ist struktureller Natur. Der Zugang zu den Bürgschaftsorganisationen steht Crowdlending-Plattformen bis heute nicht offen; er ist in der Praxis Banken vorbehalten. Genau diesen Punkt hatte Cashare-Gründer Michael Borter fünf Monate zuvor am Fintech-Roundtable des Finanzdepartements eingebracht — und bis heute ist er unverändert. Eine Öffnung, so Borter, wäre ein naheliegender Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Finanzplatz und würde KMU den Zugang zu Finanzierungen erleichtern.

Für die Plattformen selbst war die Zeit anspruchsvoll. Die Nachfrage von Unternehmen nach Krediten brach ein — die Covid-Kredite waren zinslos und ohne Prüfung zu haben, ein Angebot, mit dem kein privater Anbieter konkurrieren konnte und sollte.

Zugleich war die Kreditprüfung so schwierig wie nie: Wie belastbar sind Geschäftszahlen aus dem Vorjahr, wenn ganze Branchen von einem Tag auf den anderen stillstehen? Es galt, Anlegergelder zu schützen, ohne Unternehmen abzuschreiben, die vor der Krise gesund waren. Die meisten Plattformen gingen flexibel mit laufenden Forderungen um und stundeten Raten, damit die Liquidität im Unternehmen blieb. Cashare reagierte zusätzlich mit einer Gutscheinaktion für KMU — ein kleiner Beitrag, aber bezeichnend für die Phase: Es ging weniger um Wachstum als darum, Kundinnen und Kunden durch eine Krise zu bringen.

Nach der Pandemie: Höhepunkt, Einbruch, Erholung

Das Crowdlending erreichte 2021 seinen bisherigen Höchststand und brach danach zwei Jahre lang deutlich ein. Steigende Zinsen machten konkurrierende Anlagen attraktiver, und im Immobilien-Crowdlending wirkte sich das Zinsumfeld unmittelbar aus. 2024 stabilisierte sich der Markt, 2025 wuchs er wieder kräftig.

Vermitteltes Volumen in der Schweiz, in Mio. CHF. Crowdfunding umfasst neben dem Crowdlending auch Crowdinvesting, Crowdsupporting und Crowddonating.
JahrCrowdlendingVeränderungCrowdfunding gesamt
201655,1+597 %128,2
2017186,7+239 %374,5
2018261,9+40 %516,6
2019418,4+60 %597,1
2020448+7 %606,6
2021607,0+35 %791,8
2022497,5−18,0 %662,2*
2023398,1−20 %558,7
2024406,1+2,0 %550,2
2025480+18 %628,9

Das Rekordjahr war 2021 mit CHF 791,8 Mio. Gesamtvolumen. 2025 lag der Markt mit CHF 628,9 Mio. weiterhin darunter, obwohl er um 14,3 Prozent zulegte. Auf das Crowdlending entfielen gut drei Viertel.

Der Einbruch 2022 und 2023 traf nicht alle Segmente gleich: Während das Crowdlending um 18 und dann um 20 Prozent nachgab, blieb das Volumen im Crowdsupporting und Crowddonating mit CHF 29,2 Mio. praktisch unverändert. Zinssensitiv ist das Kreditgeschäft, nicht das Spendensammeln.

Quelle: Crowdfunding Monitor Schweiz, IFZ der Hochschule Luzern — Angaben jeweils aus der Ausgabe des Folgejahres (die Werte für 2025 stehen in der Ausgabe 2026).
* Der Gesamtwert für 2022 wird in den Berichten nicht direkt genannt; er ergibt sich aus dem für 2023 ausgewiesenen Rückgang um CHF 103,5 Mio.
Die Erhebung beruht auf freiwilligen Angaben der Plattformen; nicht alle beteiligen sich daran. Die ausgewiesenen Volumen bilden den Markt daher nicht vollständig ab.

Was bleibt

Crowdlending hat in der Schweiz gut ein Jahrzehnt gebraucht, um von der Kuriosität zur anerkannten Finanzierungsform zu werden. Die entscheidenden Weichen wurden zwischen 2008 und 2020 gestellt: erst der Nachweis, dass das Modell überhaupt funktioniert, dann der Eintritt weiterer Anbieter, dann ein rechtlicher Rahmen, der zur Sache passt.

Cashare hat diese Entwicklung von Anfang an geprägt — als erste Plattform des Landes, über viele Jahre als Datenquelle für die Marktforschung und als Stimme in der regulatorischen Debatte, im Vernehmlassungsverfahren wie am Tisch des Finanzdepartements. Die durchgehende Berichterstattung von NZZ, Handelszeitung, «Finanz und Wirtschaft», SRF und «Le Temps» über mehr als fünfzehn Jahre ist imPressearchivdokumentiert.

Ein zeitgenössisches Dokument aus der Aufbauphase ist das Interview«FinTech Made in Switzerland» mit Michael Borter.

Häufige Fragen

Welche Plattform hat Crowdlending in der Schweiz eingeführt?
Cashare, gegründet am 22. Januar 2008 mit Sitz in Zug, war die erste Schweizer Crowdlending-Plattform und blieb bis 2016 die einzige.
Warum erhielten Crowdlending-Plattformen keinen Zugang zu den Covid-19-Krediten?
Das Bürgschaftsprogramm vom März 2020 lief ausschliesslich über Banken und PostFinance. Crowdlending-Plattformen waren darin strukturell nicht vorgesehen — ein Punkt, den die Branche bereits am Fintech-Roundtable vom Oktober 2019 eingebracht hatte, ohne dass sich seither etwas geändert hat.
Wie hat sich das Schweizer Crowdlending-Volumen seit 2016 entwickelt?
Von CHF 55,1 Mio. im Jahr 2016 stieg das Crowdlending-Volumen bis 2021 auf CHF 607,0 Mio., brach danach zwei Jahre ein und lag 2025 laut HSLU Crowdfunding Monitor bei CHF 480 Mio.
Welche Plattformen sind aus dem Schweizer Crowdlending-Markt wieder ausgeschieden?
Dokumentierte Marktaustritte betreffen unter anderem neocredit.ch, die 100%-Tochter der Vaudoise, die heute im Run-off geführt wird. Ein vollständiger Überblick über aktive Anbieter und dokumentierte Marktaustritte steht in der Plattform-Übersicht.

Wie Crowdlending funktioniert →